Obec ležela na západně od Mostu, dnes již neexistuje.
Kříž č. 1 (1632) stál severně od obce ve směru na Dřínov na návrší Kopfhübel.
| Výška (cm) | Šířka (cm) | Tloušťka (cm) |
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Literatura: Dreyhausen - 230
Schellberger - str. 35/5, 36/5
Schellberger - In diesem Zusammenhange muß auf den Seestadtler
Kopfhübel hingewiesen werden, wo noch vor 20 Jahren ein Steinkreuz gestanden
war. Die alte Heimatkunde erzählt auf Seite 644 folgende Begebenheit: "In
Jahre 1758 wurde eine Weibsperson aus Tschernitz, weil sie ihr Kind ertränkt
hatte, enthauptet, ihr ein eiserner Pfahl durch das Herz gestoßen und sie
dann am hohlen Wege (jetzt Straße) nach Bartelsdorf verscharrt (ein Steinkreuz
ohne Inschrift auf dem sogenannten Kopfhübel bezeichnet diese Stelle)."
Dazu entnehme ich folgendes einen mir zugefandten Bericht: "Der Kopfhübel
ist Regulierungszwecken zum Opfer gefallen; er lag an einem ziemlich breiten
Graben, der nicht ohne Wasser war und über den eine Brücke führte (Straße
nach Bartelsdorf). Dieser Straßengraben war ein alter Hohlweg, der vor
dem Bau der jetzigen Straße als alter Verkehrsweg (nach Neundorf) diente.
Die Fortsetzung endete (als Straßengraben) in der Biela. Kurz vor der Einmündung
in dieses Flüßchen stand auf der linken Seite das Kreuz; daneben war ein
nunmehr verschütteter Brunnen. Die ehemalige Erhöhung ist weggegraben,
eingefriedet und bildet den Hofraum zwischen den Häusern. Dort bog auch
ehedem von der Straße nach Bartelsdorf der alte Galgenweg ab, der zum Galgenberg
am Fuße des Seebergs führte (dieser Galgenberg war Seestadtler Kataster).
Das Originalprotokoll über jene Hinrichtung ist vom 16.11.1759." Dieses
Sühnkreuz wurde einem Briefe Wilhelms (mit Skizze) zufolge am 4.2.1909
bei einer Überschwemmung in jenem Graben gespült und auf sein Betrieben
wieder aufgestellt. Seitdem aber ist es abhanden gekommen; man vermutet,
daßes als Baustoff verwendet wurde. Die Skizze zeigt ein Tatzenkreuz, dem
ein Arm fehlt; der andere und der Kopf sind abgerundet; auf der Vorderseite
ist der Umriß einer Schwertklinge nebst zwei unbestimmten Figuren sichtbar.
Glücklicherweise ist bei Seestadtl noch eines dieser Kulturdenkmale vorhanden.
Wie ein schwer verstümmelter, narbenbedeckter Krieger, von den Jahren gebengt,
doch nicht gebrochen, so steht es im Süden Seestadtls auf der Hochfläche
oben. Wir gehen einige Minuten gegen Pahlet bis zur Ubzweigung eines Feldweges
in der Richtung Holtschitz. An diesem Weg, nur ein paar Schritte vom Pahleter
entfernt, befindet sich der altersdunkle Sühnstein, der nach der Seite
des fast ganz abgeschlagenen Armes stark geneigt ist.
Auch am Kopfe ist er schwer verunstalten. Einstige Form: wahrscheinlich
lateinischer oder griechischer Oberteil auf einem Tatzenfuß (112, 55 die
vermutlich ursprüngliche Breite, 19).
Dreyhausen - 230 - Seestadtl: Im Süden des Ortes, auf der Hochfläche,
in Nähe der Abzweigung eines Feldweges in Richtung Holtschitz.
Stark beschädigt.
Früher stand bei Seestadtl am "Kopfhübl" noch ein zweites Kreuz.
"Hier wurde 1785 eine "Weibsperson", weil sie ihr Kind ertränkt hatte,
enthauptet..."
Schellberger, a. a. O. S. 35 f.
Kříž č. 2 () stál jižně od Ervěnic na planině, pár minut chůze směrem na Pohlody. Od křižovatky s polní cestou na Holešice pár kroků směrem na Pohlody.
| Výška (cm) | Šířka (cm) | Tloušťka (cm) |
| 112 | 55 | 19 |