wz

Kamenický Šenov
(Stein Schönau)

Obec leží severozápadnì od Èeské Lípy.

Køíž (0509) .
Výška (cm) Šíøka (cm) Tlouška (cm)
55 50 23
Na køíži jsou stopy po osazení destièkou.

Literatura: Dreyhausen - 435
                Fechtner - MNEC 1923 - 19
                Krahl - MNEC 1923 - 10
                Queisser - 79
                A. Seidel sen. - MNEC 1898, str. 108, 109
                A. Seidel - MNEC 1903, str. 383

A. Seidel sen. - 1898 - Steinschönau, am 18. Jänner 1898. Bericht über das Steinkreuz bei Steinschönau.1) Es ist weder ein Mordkreuz noch ein Schwedenkreuz und leigt gegenwärtig am Hausgartenzaun der Herrn Carl Helzel, Ökonom, der oberste Bauer. Es ist ein Sandstein, 65 cm breit, 70 cm hoch; in der Mitte ist eine Vertiefung ausgehauen, worin ein Blechbild angebracht war, welches aber längst verschwunden ist. Dieses Kreuz stand früher vielleicht 150 Schritte weiter draußen, musste aber beseitigt werden, als 1846 die Straße von Steinschönau nach Sonneberg gebaut wurde. So wurde es hereingebracht und an dem Gartenzaun aufgerichtet, und so hat es gestanden, bis es vor zwei Jahren von einem Stierochsen umgebrochen wurde; wird aber bald wieder aufgerichtet sein. Die Entstehung ist folgende: In den 1630ger Jahren, als Christian Helzel Besitzer war, ein Urahne des jetzigen Besitzers, wurde eines Tages bei diesem Bauer Dünger gefahren, und ein Knecht fährt mit zwei Ochsen den ganzen Tag, aber mit der letzten Fuhre Abends wird es etwas spät. Eh´er mit dem leeren Wagen hereinkommt, ist auch ein schweres Gewitter heraufgezogen. Es ist aber noch ein Wagen voll geladen, und sein Herr sagt: "Dieser Wagen muss auch noch hinaus." Es herrschte nämlich damals bei den Bauern der Glaube, "ein geladener Düngerwagen darf über Nacht nicht im Hofe stehen beliben, das hat nichts Gutes zu bedeuten". Der Knecht antwortet: "Ich fahre in diesem Gewitter um keinen Preis mehr hinaus." So sagt der Herr: "Da fahre ich selber." Die Ochsen werden an den geladenen Wagen gespannt, und er fährt hinaus und ladet ab. Im Hereinfahren aber werden durch das viele Blitzen und Donnern die Ochsen scheu, zerreißen Alles, gehen durch und bringen nur Theile vom Wagen mit bis in den Hof geschleppt. Als man die Ochsen in diesem Zustande ohne den Herrn ankommen sah, wird gleich nachgesehen, und sie finden den Bauer todt im Fahrwege liegen. So wurde nachher zur Erinnerung das Steinkreuz an diese Stelle gesetzt. - Viele Jahre später an einem Sonntage nachmittag, den 4. August 1775, treibt die Häuslerin Theresia Hanke ihre Ruh auf die Weide zur Bauernherde. Als sie zurückgeht, trifft sie zu zwei Männern, welche von Leipa kommen, so dass sie mit ihnen herein geht. Als sie bis zur Stelle des Steinkreuzes kommen - ein Gewitter stand schon sehr hoch - so trifft sie ein Blitz und sie ist augenblicklich todt. Die zwei Männer waren nur etwas betäubt, ohne sonst einen Schaden gelitten zu haben, und konnten herein gehen und Meldung davon machen.
 1) Bezteht sich auf eine "Correspondenz", die auf bisher unaufgeklärte Weise verloren gieng. Anm. d. Red.
A. Seidel - 1903 - Steinschönau, den 27. Aug. 1903. Steinkreuz. Als mich im 1. Hefte 1903 der "Mitteilungen" den von Ihnen geschriebenen Aufsatz: "Das Bild am Wege" las, erinnerte ich mich, daß sich mein verstorbener Vater schon alle Mühe gegeben, damit das oberhalb des Gemüsegartens beim Wohnhause des Herrn Karl Helzel Nr. 40, Ökonom und Besitzer der Oberwaldrestauration, vor vielen Jahren von einem Ochsen umgestoßene Steinkreuz wieder aufgestellt werden sollte.1) Dasselbe war vor mehr als 100 Jahren, weil der Blitz auf demselben Platze eine Frau aus der Nachbarschaft erschlagen hatte, errichtet worden. Es ist mir nun endlich gelungen, von dem menschenfreundlichen Grundeigentümer den Auftrag zu erhalten, auf seine eigenen Kosten einen Bildhauer an der Platz zu beordern, der am 23. d. M. dieses Steinkreuz wieder aufgerichtet hat; damit ist ein bereits dem Untergang und der Vergessenheit preisgegebens Andenken wieder hergestellt, wovon ich die ergebene Anzeige mache.  Ant. Seidel
1) Ausführlich erzählt Exk.-Klub, XXI, 108. 109. Sch.-L.
Krahl - 10. In Obersteinschönau, in der Ecke des Gartens (Patz. Nr. 2360) bei dem an der Sonneberger Straße gelegenen Hause des Landwirtes Karl Helzel Nr. 40 befindet sich ein Steinkreuz, 130 cm hoch, 70 cm breit, 25 cm stark und steckt 40 cm tief im Boden. Es trägt keinerlei Inschrift, weist jedoch eine Vertiefung auf, in welcher wohl einmal eine Inschriftentafel eingesetzt war. Dieses Kreuz soll zur Erinnerung an die Häuslerin Barbara Henke errichtet worden sein, welche im Jahre 1777 auf einem Felde oberhalb des Hauses Nr. 40 von einem Blitze erschlagen wurde. Später hat man dieses Kreuz von dem Felde auf seinen jetzigen Platz übertragen.
Fechtner - 19 - Das Steinkreuz in Steinschönau Nr. 19, das bereits von anderen Forschern angeführt erscheint, steht am Zaune des der Familie Helzel gehörigen Besitzes, an der Straße nach Sonnenberg. Aus der Form und Beschaffenheit kann man schließen, daß es sich hier um ein Marterl handelt. Das Kreuz ist 85 cm hoch, 60cm breit, 20 cm stark, aus Sandstein gefertigt. Der rechte Arm ist etwas abgeschlagen. An der vorderen Fläche ist zu merken, daß da ein Täfelchen oder Bild angebracht war. Eine andere Bezeichnung ist nicht zu finden. In der Mitteilungen des Exkursionsklubs Bd. XXI, S. 108, führt Herr Anton Seidel an, daß dieses Kreuz früher 150 Schritte weiter draußen stand und im Jahre 1846 beim Baue der Straße übertragen wurde. Die Sage meldet, daß im Jahre 1630 der Besitzer Karl Helzel an dieser Stelle vom Blitze erschlagen worden sei.
Queisser - Kreuz an Ortsgrenze von Ober-Steinschönau gegen Oberwald. Das Kreuz soll gelegentl. eines Unfalles gesetzt worden sein, den der Ahne des jetzigen Wirtes von Oberwald H. Karl Helzel (Simandel-Pauer) mit d. Ochsenfuhrwerk hatte. Im Jahre 1777 soll dabei Theresia Henke vom Blitz erschlagen worden sein. Erzählt v. Herrn Adolf Helzel, Wirt i. Oberwald, Exbürgermeister v. Steinschönau. Siehe ExCl XXVI. 1903 S. 383
Dreyhausen - 435 - Obersteinschönau: Bei dem an der Sonnenberg Straße gelegenen Haus Nr. 40, in der Ecke des Hausgartens.
"Das Kreuz wurde zur Erinnerung an Barbara Henke errichtet, die hier 1777 vom Blitz erschlagen wurde."
Siehe: Krahl, a. a. O. S. 71.

Fechtner 1923                Queisser 1935
 
5.7.2006 - JB
  

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